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<title>Cosima Wagner</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Cosima Wagner</span></h1>
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<p><b>Cosima Francesca Gaetana Wagner</b>, geborene <i>de Flavigny</i><sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> (* <a href="24._Dezember" title="24. Dezember">24. Dezember</a> <a href="1837" title="1837">1837</a> in <a href="Bellagio" title="Bellagio">Bellagio</a> am <a href="Comer_See" title="Comer See">Comer See</a>, <a href="K%C3%B6nigreich_Lombardo-Venetien" title="Königreich Lombardo-Venetien">Königreich Lombardo-Venetien</a>, <a href="Habsburgermonarchie" title="Habsburgermonarchie">Habsburgermonarchie</a>; † <a href="1._April" title="1. April">1. April</a> <a href="1930" title="1930">1930</a> in <a href="Bayreuth" title="Bayreuth">Bayreuth</a>, <a href="Bayern" title="Bayern">Bayern</a>, <a href="Deutsches_Reich" title="Deutsches Reich">Deutsches Reich</a>), war die zweite Ehefrau von <a href="Richard_Wagner" title="Richard Wagner">Richard Wagner</a> und von 1883 bis 1908 die Leiterin der <a href="Bayreuther_Festspiele" title="Bayreuther Festspiele">Bayreuther Festspiele</a>. Sie war wie ihr Mann eine überzeugte <a href="Antisemitismus" title="Antisemitismus">Antisemitin</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Leben">Leben</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Jugend_und_Ehe_mit_Hans_von_Bülow"><span id="Jugend_und_Ehe_mit_Hans_von_B.C3.BClow"></span>Jugend und Ehe mit Hans von Bülow</h3></div>
<p>Cosima Wagner wurde zwar am 24. Dezember 1837 geboren, feierte ihren Geburtstag aber traditionell am ersten Weihnachtstag. Deshalb ist oft irrtümlich der 25. Dezember als Geburtsdatum angegeben. Als <a href="Unehelichkeit" title="Unehelichkeit">uneheliche</a> Tochter von Gräfin <a href="Marie_d%E2%80%99Agoult" title="Marie d’Agoult">Marie d’Agoult</a> (geborene de Flavigny) und von <a href="Franz_Liszt" title="Franz Liszt">Franz Liszt</a> wurde Cosima mit ihren beiden Geschwistern Blandine und Daniel von ihrer Großmutter, Anna Liszt, und später in einem Pariser Institut erzogen. Erst seit 1844, nach der <a href="Ehelichkeitserkl%C3%A4rung" title="Ehelichkeitserklärung">Ehelichkeitserklärung</a> durch ihren Vater, trug Cosima den Namen Liszt und nicht mehr den Geburtsnamen ihrer Mutter.
</p><p>Schon 1853 lernte sie bei einem Besuch ihres Vaters in Paris auch dessen Freund Richard Wagner kennen. 1855 holte Liszt seine Kinder nach Weimar und übergab sie wenige Monate später zur weiteren Erziehung der Freifrau Franziska von Bülow nach <a href="Berlin" title="Berlin">Berlin</a>. Dort lernte sie den Sohn des Hauses kennen, <a href="Hans_von_B%C3%BClow" title="Hans von Bülow">Hans von Bülow</a>, einen der begabtesten Schüler ihres Vaters, der sich als Dirigent und Pianist bereits einen Namen gemacht hatte. Er war ein glühender Verehrer von Wagner. Cosima war musikalisch hochbegabt, in Musiktheorie ausgebildet und außerdem redegewandt. Sie wollte Künstlerin werden. Ihre Mutter schilderte sie wie folgt:
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Cosima ist ein geniales Mädchen, ganz ähnlich ihrem Vater. Ihre starke Einbildungskraft wird sie vom ausgetretenen Pfad fortführen; sie hat einen inneren Dämon, dem sie entschlossen alles opfern wird. In ihr ist sowohl Güte als auch Größe. Oft fehlt es ihr am richtigen Urteil, aber das wird sich entwickeln, vielleicht durch die kummervollen Lebenserfahrungen nur allzu bald.“
</p>
</blockquote>
</div></div>
<p>Am 18. August 1857 heirateten Cosima und Hans von Bülow in der <a href="St.-Hedwigs-Kathedrale" title="St.-Hedwigs-Kathedrale">Hedwigskirche</a> in Berlin. Sie besuchten auf ihrer Hochzeitsreise Richard Wagner in Zürich, der zu diesem Zeitpunkt im Gartenhaus der <a href="Villa_Wesendonck" title="Villa Wesendonck">Villa Wesendonck</a> wohnte. Der Ehe mit Bülow entstammten die beiden Töchter <a href="Daniela_von_B%C3%BClow" title="Daniela von Bülow">Daniela</a> und <a href="Blandine_Gravina" title="Blandine Gravina">Blandine</a>, benannt nach Cosimas beiden Geschwistern Daniel und Blandine.
</p><p>Als junge Ehefrau entwickelte sich Cosima zu einer Berliner <a href="Salonni%C3%A8re" class="mw-redirect" title="Salonnière">Salonnière</a>, die regelmäßig zu eleganten Abendgesellschaften einlud. Manchmal zeigte sie auch ihre musikalischen Fähigkeiten. Außerdem hatte sie journalistisches Talent, fertigte Übersetzungen an und berichtete in der <a href="Revue_germanique" title="Revue germanique">Revue germanique</a> über das kulturelle Berlin. Ihre selbstbewusste, männlich titulierte Ausstrahlung wurde damals widersprüchlich kommentiert.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Sie stand in Kontakt zu emanzipierten und politisch aktiven Frauen wie der Feministin <a href="Hedwig_Dohm" title="Hedwig Dohm">Hedwig Dohm</a>, der Frauenrechtlerin <a href="Emma_Herwegh" title="Emma Herwegh">Emma Herwegh</a> und der Schauspielerin <a href="Ellen_Franz" title="Ellen Franz">Ellen Franz</a>, die später als Helene Freifrau von Heldburg in den <a href="Adelsstand" class="mw-redirect" title="Adelsstand">Adelsstand</a> erhoben wurde und den Meininger Herzog <a href="Georg_II._(Sachsen-Meiningen)" title="Georg II. (Sachsen-Meiningen)">Georg II.</a> heiratete.<sup id="cite_ref-:0_3-0" class="reference"><a href="#cite_note-:0-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Von der Freundschaft der beiden Frauen profitierten später die <a href="Bayreuther_Festspiele" title="Bayreuther Festspiele">Bayreuther Festspiele</a> und das Theaterwesen. Infolge der Verbindung engagierte Georg II. im Jahr 1880 Hans von Bülow als Hofkapellmeister der <a href="Meininger_Hofkapelle" title="Meininger Hofkapelle">Meininger Hofkapelle</a>, die seit Beginn der Festspiele auf Wunsch von Richard Wagner mehrere Jahre lang den Stamm des Festspielorchesters bildete. Ab 1875 pflegten dann Cosima und Richard Wagner mit dem Herzogspaar einen künstlerisch-freundschaftlichen Kontakt in Form von gegenseitiger Unterstützung von Konzerten und Theateraufführungen sowie persönlichen Besuchen.
</p><p>In der Berliner Zeit mit Bülow entwickelte sich auch Cosimas lebenslange Freundschaft mit <a href="Marie_von_Schleinitz" title="Marie von Schleinitz">Marie von Buch</a>, die später als Gräfin Schleinitz-Wolkenstein das Werk Richard Wagners und das Unternehmen Bayreuth vorbehaltlos unterstützte.<sup id="cite_ref-:0_3-1" class="reference"><a href="#cite_note-:0-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Entscheidung_für_Wagner"><span id="Entscheidung_f.C3.BCr_Wagner"></span>Entscheidung für Wagner</h3></div>
<p>Ihre Zuneigung zu dem 24 Jahre älteren und 15 cm kleineren Wagner wuchs, je öfter sie sich sahen. Gemeinsam mit ihrem Mann Hans von Bülow, der mit Wagner inzwischen eng befreundet war und den Klavierauszug für <i><a href="Tristan_und_Isolde_(Oper)" title="Tristan und Isolde (Oper)">Tristan</a></i> erstellt hatte, besuchte sie den Komponisten im Sommer 1862 in <a href="Wiesbaden-Biebrich" title="Wiesbaden-Biebrich">Wiesbaden-Biebrich</a>, wo er an den <i><a href="Die_Meistersinger_von_N%C3%BCrnberg" title="Die Meistersinger von Nürnberg">Meistersingern</a></i> arbeitete. Im Sommer 1863 gestanden sich Cosima und Wagner auf einer Kutschfahrt in Berlin ihre gegenseitige Liebe.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im Sommer 1864 reiste Cosima mit ihren Töchtern zu Wagner ins Pellet’sche Landhaus am <a href="Starnberger_See" title="Starnberger See">Starnberger See</a>, in das dieser eingezogen war, nachdem er in dem jungen König <a href="Ludwig_II._(Bayern)" title="Ludwig II. (Bayern)">Ludwig II.</a> einen Mäzen gefunden hatte. Dieser unterstützte Wagner finanziell und eröffnete ihm eine künstlerische Perspektive in Bayern. In dieser Situation entschied sich Cosima für Wagner und begann ihre Liebesbeziehung mit ihm.
</p><p>Cosima und Bülow ließen sich wie auch Wagner in München nieder. Cosima wurde Wagners ordnende „rechte Hand“ und gewann auch das Vertrauen König Ludwigs II. Sie lebte nun in einer Dreiecksbeziehung. Am 10. April 1865 wurde <a href="Isolde_Beidler" title="Isolde Beidler">Isolde</a>, das erste gemeinsame Kind von Cosima von Bülow und Richard Wagner, in München geboren. 1867 verließ sie Bülow, um fortan mit Wagner, zunächst in Haus <a href="Tribschen" title="Tribschen">Tribschen</a> am <a href="Vierwaldst%C3%A4ttersee" title="Vierwaldstättersee">Vierwaldstättersee</a>, danach in Bayreuth zusammenzuleben. In Tribschen wurde im Februar 1867 ihre zweite gemeinsame Tochter <a href="Eva_Chamberlain" title="Eva Chamberlain">Eva</a> geboren. Dort lernte sie außerdem <a href="Friedrich_Nietzsche" title="Friedrich Nietzsche">Friedrich Nietzsche</a> kennen. Erst nach der Geburt von Wagners Sohn <a href="Siegfried_Wagner" title="Siegfried Wagner">Siegfried</a> im Juni 1869 wurde eine Scheidung beantragt. Ein gutes Jahr später, am 18. Juli 1870, wurde ihre Ehe mit Bülow geschieden.
</p><p>Am 25. August 1870 heirateten Cosima und Richard Wagner in <a href="Matth%C3%A4uskirche_(Luzern)" title="Matthäuskirche (Luzern)">Luzern</a>. Die katholisch getaufte und erzogene Cosima konvertierte nach seelsorgerlichen Gesprächen mit <a href="Johann_Christian_Wilhelm_Dittmar" title="Johann Christian Wilhelm Dittmar">Johann Christian Wilhelm Dittmar</a><sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> am 31. Oktober 1872<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> zum evangelischen Bekenntnis. Bis zum Tod von Richard Wagner im Jahr 1883 lebten und arbeiteten die Eheleute gemeinsam. Nur ein halbes Jahr nach dem Tod Wagners übernahm sie als Platzhalterin für den Sohn die Leitung der Bayreuther Festspiele. Diese übergab sie 1908 an Siegfried, der sie bis zu seinem frühen Tod 1930 behielt.
</p>
<p>Cosima blieb anerkanntes Familienoberhaupt und maßgebliche „Herrin“ der <a href="Haus_Wahnfried" title="Haus Wahnfried">Villa Wahnfried</a>. So war sie es, die 1915 die Ehe ihres Sohnes Siegfried mit <a href="Winifred_Wagner" title="Winifred Wagner">Winifred Williams</a> arrangierte. 1913 kam es wegen finanzieller Forderungen ihrer Tochter Isolde zu einem Prozess (<a href="Isolde_Beidler#Vaterschaft" title="Isolde Beidler">Beidler-Prozess</a>). Dabei bestritt Cosima wider besseres Wissen die Vaterschaft Richard Wagners. Die Klage wurde daher abgewiesen.
</p><p>1917 trat sie der rechtsradikalen <a href="Deutsche_Vaterlandspartei" title="Deutsche Vaterlandspartei">Deutschen Vaterlandspartei</a> bei. In ihren letzten Lebensjahren war Cosima nach einem Schlaganfall fast blind, teilweise gelähmt und benutzte einen Rollstuhl. Trotz ihrer erheblichen Einschränkung unterzeichnete sie am 19. Dezember 1928 das <i>Gründungsmanifest</i> zum <a href="V%C3%B6lkische_Bewegung" title="Völkische Bewegung">völkisch</a> gesinnten, <a href="Geschichte_des_Antisemitismus_bis_1945" title="Geschichte des Antisemitismus bis 1945">antisemitisch</a> ausgerichteten <a href="Kampfbund_f%C3%BCr_deutsche_Kultur" title="Kampfbund für deutsche Kultur">Kampfbund für deutsche Kultur</a>.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Nachdem sie 92-jährig in Bayreuth gestorben war, wurde sie in <a href="Coburg" title="Coburg">Coburg</a> eingeäschert<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und im Garten der Villa Wahnfried neben ihrem Gatten beigesetzt. Ihre Urne steht in der gemeinsamen <a href="Gruft" title="Gruft">Gruft</a> neben dem <a href="Sarkophag" title="Sarkophag">Sarkophag</a> Richard Wagners.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Wirken">Wirken</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Als_Ehefrau_Richard_Wagners">Als Ehefrau Richard Wagners</h3></div>
<p>Cosima Wagner war von Beginn an fachkompetente Weggefährtin ihres Mannes. So begleitete sie die Proben für <i><a href="Der_Ring_des_Nibelungen" title="Der Ring des Nibelungen">Der Ring des Nibelungen</a></i> und betätigte sich an Debatten um Details der Inszenierung. Ihr Regieeinfluss, auch ihre Ansprüche an Requisiten und Kostüme, führten teils zu Auseinandersetzungen.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Cosima war durch langjährige Freundschaften mit angesehenen Frauen aus dem Adel und der geistigen Elite gut vernetzt. Sie gewann diese als <a href="M%C3%A4zen" title="Mäzen">Mäzeninnen</a> für die <i>Bayreuther Festspiele</i>. Das wurde nicht von allen Zeitgenossen gutgeheißen.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In enger Zusammenarbeit mit Wagner organisierte sie die ersten <i>Bayreuther Festspiele</i> (1876). In seinen letzten Lebensjahren vollendete Richard Wagner den <i><a href="Parsifal" title="Parsifal">Parsifal</a></i>. Zu diesem Werk gab Cosima wesentliche Impulse und war immer wieder die erste Hörerin seiner Kompositionen.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Leitung_der_Bayreuther_Festspiele">Leitung der Bayreuther Festspiele</h3></div>
<p>Als Richard Wagner 1883 starb, übernahm seine Witwe auf Anregung von <a href="Hans_von_Wolzogen_(Schriftsteller)" title="Hans von Wolzogen (Schriftsteller)">Hans von Wolzogen</a> die Leitung der <a href="Bayreuther_Festspiele" title="Bayreuther Festspiele">Bayreuther Festspiele</a>, die sie bis 1906 behielt. Gemeinsam mit <a href="Adolf_von_Gro%C3%9F" title="Adolf von Groß">Adolf von Groß</a>, der die finanzielle Seite der Festspiele betreute, gelang es ihr, den <i>Bayreuther Festspielen</i> zu internationalem Renommee zu verhelfen. 1911 wurde ihr die Ehrenbürgerwürde der Stadt <a href="Bayreuth" title="Bayreuth">Bayreuth</a> verliehen.
</p>
<p>Unter ihrer Leitung und im Sinne Richard Wagners sollten seine Werke in Bayreuth in mustergültigen Aufführungen bewahrt werden.<sup id="cite_ref-:1_12-0" class="reference"><a href="#cite_note-:1-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Das gelang ihr mit großem Erfolg, zumal Kopien dieser „Musteraufführungen“ inklusive der Bühnenbilder damals in verschiedenen Ländern von <a href="Angelo_Neumann" title="Angelo Neumann">Angelo Neumann</a> präsentiert wurden. Das künstlerische Feingefühl von Cosima lobten u. a. der Parsifal-Assistent <a href="Engelbert_Humperdinck" title="Engelbert Humperdinck">Engelbert Humperdinck</a> und der Parsifal-Dirigent <a href="Hermann_Levi" title="Hermann Levi">Hermann Levi</a>.
</p><p>Auf der anderen Seite gab es Kritik. Der Vorwurf war, dass sie Veränderungen blockiere, einzig das Wort und den vermeintlichen Willen des „Meisters“, ihres verstorbenen Gatten, mit dogmatischer Strenge durchsetze. Sie wurde als „<a href="Heiliger_Gral" title="Heiliger Gral">Gralshüterin</a>“ seines Erbes bezeichnet, obgleich Richard Wagner sich selbst eine traditionserhaltende Aufführungspraxis gewünscht hatte.<sup id="cite_ref-:1_12-1" class="reference"><a href="#cite_note-:1-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In ihrer Vorstellung vom idealen Wagner-Gesang war Textverständlichkeit wichtiger als lyrischer Ausdruck. Maximaler dramatischer Ausdruck wurde gefordert, außerdem eine laute und kraftvolle Deklamation, auch um das Orchester übertönen zu können. Manierismen wie das <a href="Tremolo" title="Tremolo">Tremolo</a> oder das <a href="Portamento" title="Portamento">Portamento</a> waren ihr zufolge nur gestattet, wenn es die Partitur ausdrücklich verlangte. Sie wurde in ihren Vorstellungen unterstützt durch den musikalischen Leiter der Festspiele <a href="Julius_Kniese" title="Julius Kniese">Julius Kniese</a>.
</p><p>Die Sänger und Sängerinnen gingen mit ihren Anweisungen nur teilweise konform. Insbesondere international geachtete Pioniere des Wagner-Gesangs wie <a href="Lilli_Lehmann" title="Lilli Lehmann">Lilli Lehmann</a>, <a href="Marianne_Brandt_(S%C3%A4ngerin)" title="Marianne Brandt (Sängerin)">Marianne Brandt</a> oder <a href="Hermann_Winkelmann" title="Hermann Winkelmann">Hermann Winkelmann</a> wollten andere Wege gehen. <a href="Ernst_Kraus_(S%C3%A4nger)" title="Ernst Kraus (Sänger)">Ernst Kraus</a> lehnte Proben mit Kniese grundsätzlich ab, während auch der als Knieses Musterschüler geltende <a href="Alfred_von_Bary" title="Alfred von Bary">Alfred von Bary</a> die Vorgaben Cosima Wagners sehr frei interpretierte. <a href="Otto_Briesemeister" title="Otto Briesemeister">Otto Briesemeister</a> schaffte es, trotz extremer Deklamation einen runden Ton zu bewahren. Mehr oder minder innerhalb der Vorgaben sangen beispielsweise <a href="Wilhelm_Gr%C3%BCning" title="Wilhelm Grüning">Wilhelm Grüning</a>, <a href="Ernest_van_Dyck" title="Ernest van Dyck">Ernest van Dyck</a>, <a href="Erik_Schmedes" title="Erik Schmedes">Erik Schmedes</a>, <a href="Alois_Burgstaller" title="Alois Burgstaller">Alois Burgstaller</a>, <a href="Hans_Breuer_(S%C3%A4nger)" title="Hans Breuer (Sänger)">Hans Breuer</a>, <a href="Theodor_Bertram" title="Theodor Bertram">Theodor Bertram</a>, <a href="Felix_von_Kraus_(S%C3%A4nger)" title="Felix von Kraus (Sänger)">Felix von Kraus</a>, <a href="Adrienne_Osborne" title="Adrienne Osborne">Adrienne Osborne</a>, <a href="Ellen_Gulbranson" title="Ellen Gulbranson">Ellen Gulbranson</a>, Emilie Feuge-Gleiss oder <a href="Josefine_von_Artner" title="Josefine von Artner">Josefine von Artner</a>.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Von Kritikern an Cosima Wagners konventionellem Regie-Stil wurde oft übersehen, dass sie um 1900 Veränderungen in der Aufführungspraxis einführte. Es gab neue Bühnenbilder für den <i><a href="Tannh%C3%A4user_und_der_S%C3%A4ngerkrieg_auf_Wartburg" title="Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg">Tannhäuser</a></i> nach Entwürfen von <a href="Max_Br%C3%BCckner_(Maler)" title="Max Brückner (Maler)">Max Brückner</a>, und <a href="Isadora_Duncan" title="Isadora Duncan">Isadora Duncan</a>, Begründerin des <a href="Ausdruckstanz" title="Ausdruckstanz">Ausdruckstanze</a>s, wurde als Gestalterin des Bacchanals im <i>Tannhäuser</i> engagiert.
</p><p>Manche Kritiker des Werkes Richard Wagners wurden von ihr als unfähig und minderwertig angesehen oder galten ihr als vom „jüdischen Kunstgeist“ verdorben. Insgesamt begann sie in Bayreuth eine antijüdische „Politik der <a href="Apartheid" title="Apartheid">Apartheid</a> für die gesamten Festspiele“ durchzusetzen.<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Antisemitismus">Antisemitismus</h2></div>
<p>Nachdem Juden viele Jahrhunderte lang von christlichen Gemeinschaften ausgegrenzt, verachtet und verfolgt worden waren, erhielten sie Mitte des 19. Jahrhunderts auf dem Gebiet Deutschlands zunehmend die gesetzliche Gleichberechtigung; zunächst im <a href="Gro%C3%9Fherzogtum_Baden" title="Großherzogtum Baden">Großherzogtum Baden</a> und wenig später in <a href="Frankfurt_am_Main" title="Frankfurt am Main">Frankfurt am Main</a>.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Es war dann <a href="Otto_von_Bismarck" title="Otto von Bismarck">Otto von Bismarck</a>, der mit seinem „Gesetz, betreffend die Gleichberechtigung der Konfessionen in bürgerlicher und staatsbürgerlicher Beziehung“ im Rahmen des <a href="Gr%C3%BCndung_des_Norddeutschen_Bundes" title="Gründung des Norddeutschen Bundes">Norddeutschen Bundes</a> die Juden bzw. die israelitische Religion aufwertete. Dieses Gesetz galt nach der Proklamation des <a href="Deutsches_Kaiserreich" title="Deutsches Kaiserreich">Kaiserreichs</a> 1871 für ganz Deutschland.<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Während nun einerseits das Ziel der Juden nach gesellschaftlicher Anerkennung erreicht schien, wuchsen zeitgleich aus einem <a href="Deutschnationalismus" title="Deutschnationalismus">deutschnationalen</a>, <a href="V%C3%B6lkischer_Nationalismus" title="Völkischer Nationalismus">völkischen Denken</a> heraus Argwohn gegenüber dem Fremden und Judenhass.<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Insbesondere Firmenzusammenbrüche in den 1870er Jahren befeuerten einen religiös, politisch und rassistisch gefärbten <a href="Antisemitismus" title="Antisemitismus">Antisemitismus</a>.<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Von dieser rassistischen Ideologie waren auch Cosima Wagner und ihr Mann zunehmend erfasst. Sie dachten nicht nur antisemitisch, sondern handelten auch so. Richard Wagner propagierte antisemitisches Denken in seiner Schrift <i><a href="Das_Judenthum_in_der_Musik" title="Das Judenthum in der Musik">Das Judenthum in der Musik</a></i>, die er unter dem Pseudonym K. Freigedank 1850 publizierte, und auch in Cosimas schriftlichen Zeugnissen ist Antisemitismus durchgehend vorhanden. In privater Korrespondenz drückt sie allerdings auch ihr Mitleid mit jüdischen Menschen aus.<sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Eine Art inneres Ringen um ihr Verhältnis zu Juden drückt sich in den langen, zu Hunderten erhaltenen Briefen an den Dirigenten <a href="Hermann_Levi" title="Hermann Levi">Hermann Levi</a> aus. Der Sohn eines Rabbiners war <a href="Hofkapellmeister" title="Hofkapellmeister">Hofkapellmeister</a> am Münchener Hoftheater, das <a href="Ludwig_II._(Bayern)" title="Ludwig II. (Bayern)">König Ludwig II.</a> unterstand, und dirigierte die Bayreuther <i>Parsifal</i>-Aufführungen.<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Korrespondenz zwischen Cosima Wagner und Hermann Levi enthält einen teils täglichen sehr persönlichen Austausch. Sie zeigt aber ebenso, dass Levi und andere jüdische Musiker in Bayreuth zwar engagiert wurden, aber permanent mit Vorurteilen aus dem gesamten Umfeld zu kämpfen hatten. Als er von Diskriminierungen berichtete, antwortete Cosima, dass sie die Probleme eher bei den Juden sehe: „zu grübelig, zu wenig Selbstbewusstsein, zu kompliziert, die Worte auf die Goldwaage legend.“<sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Seit der Kindheit im <a href="Katholizismus" title="Katholizismus">Katholizismus</a> verankert und als protestantische Gattin Wagners betrachtete Cosima die Juden als <a href="Rasse" title="Rasse">Rasse</a> und beschrieb sie oft mit böser Ironie und herabwürdigend. Antisemitisch dachte und handelte auch Cosimas erster Gatte Hans von Bülow.<sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Während dieser es begrüßte, dass Richard Wagner seine antisemitische Schrift 1869 erneut drucken ließ, war Cosima eher skeptisch.<sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Sie hielt aber zu ihm, als es viel Kritik daran gab.<sup id="cite_ref-24" class="reference"><a href="#cite_note-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Einflussreich auf die antisemitische Gedankenwelt von Cosima Wagner war der rassistisch geprägte Brite <a href="Houston_Stewart_Chamberlain" title="Houston Stewart Chamberlain">Houston Stewart Chamberlain</a>, ein glühender Wagner-Verehrer, der 1888 in Bayreuth Kontakt zu ihr aufgenommen hatte und 1889 vorübergehend nach Wien zog. Chamberlain blieb Cosima lebenslang eng verbunden und heiratete 1908 ihre Tochter Eva. Das Paar Chamberlain-Wagner gehörte wie auch Cosima zu dem nachträglich so genannten <i><a href="Bayreuther_Kreis_(Personengruppe)" title="Bayreuther Kreis (Personengruppe)">Bayreuther Kreis</a></i>, einer Gruppe von Anhängern der Musik Richard Wagners – ursprünglich gegründet zur Unterstützung der Bayreuther Festspiele. Darunter waren deutsch-national gesinnte Mitglieder, aber auch Antisemiten wie <a href="Dietrich_Eckart" title="Dietrich Eckart">Dietrich Eckart</a> und andere Unterstützer von <a href="Adolf_Hitler" title="Adolf Hitler">Adolf Hitler</a>. Als eine der zentralen Figuren der Gruppierung gilt Chamberlain, der mit seinem „wissenschaftlichen“ Antisemitismus – im Sinne <a href="Arthur_de_Gobineau" title="Arthur de Gobineau">Arthur de Gobineaus</a> – dieselben Positionen vertrat wie Adolf Hitler.
</p>
<p>Cosimas Tochter Eva heiratete 1908 Chamberlain. Cosima gewährte ihm, der bei Beginn des <a href="Erster_Weltkrieg" title="Erster Weltkrieg">Ersten Weltkriegs</a> wegen seiner prodeutschen Haltung in seiner britischen Heimat als <a href="Renegat" title="Renegat">Renegat</a> galt, Zuflucht. Er verstand sich mit seinem „wissenschaftlichen“ Antisemitismus als einer, der Wagners Positionen weiterentwickelte. In der Niederlage Deutschlands im Weltkrieg und der Revolution sah er ein Werk des Judentums und vertrat damit dieselben Positionen wie Adolf Hitler.
</p><p>1923 kam Hitler erstmals im Rahmen des <a href="Deutscher_Tag" title="Deutscher Tag"><i>Deutschen Tages</i></a> nach Bayreuth. Er versuchte, das Renommee der Wagners für seine Zwecke zu nutzen, und wurde umgekehrt von Chamberlain wie auch von <a href="Winifred_Wagner" title="Winifred Wagner">Winifred Wagner</a>, Cosimas Schwiegertochter, als Vorkämpfer für die „nationale Sache“ gesehen. Dem Kreis schlossen sich weitere Nationalsozialisten und Antisemiten wie <a href="Dietrich_Eckart" title="Dietrich Eckart">Dietrich Eckart</a> an. Hitler besuchte nach 1930 die Villa Wahnfried regelmäßig und übernachtete häufig auch dort. Zu dieser Zeit war er Gast von Winifred Wagner, die nach dem Tod von Chamberlain, Cosima und Siegfried eine Anhängerin des antisemitischen Nationalsozialisten Hitler blieb, selbst nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Sie erklärte, Hitler habe in den Wagners seine eigentliche Familie gesehen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Die_Tagebücher"><span id="Die_Tageb.C3.BCcher"></span>Die Tagebücher</h2></div>
<p>Cosima Wagner hinterließ umfangreiche Tagebücher, die sie vom 1. Januar 1869 an bis zu Richard Wagners Tod am 13. Februar 1883 geführt hatte. Darin gibt sie minutiös Auskunft über den Alltag, das Familienleben mit <a href="Richard_Wagner" title="Richard Wagner">Richard Wagner</a> sowie über musikalische und literarische Vorlieben. Für die Wagner-Forschung wichtig sind die „Tagebuchbegleitung“ der Konzeption und Komposition von Wagners letztem Werk <i><a href="Parsifal" title="Parsifal">Parsifal</a></i> sowie die Tagebuch-Ausführungen zum Entstehen der Festspiele.
</p><p>Die Tagebücher waren 1911 angeblich als Geschenk in den Besitz der Wagner-Tochter Eva Chamberlain gelangt und wurden von ihr 1935 an die Stadt Bayreuth übertragen. Diese wurde 1941 von ihr als Erbe der Urheberrechte bestimmt. Laut testamentarischer Verfügung blieben sie für 30 Jahre nach ihrem Tod, also von 1942 bis 1972 bei der Bayerischen Staatsbank in München unter Verschluss. Erst 1975 wurden sie der Öffentlichkeit übergeben, weil das Haus Wahnfried versucht hatte, die Urheberrechte zurückzuholen.<sup id="cite_ref-25" class="reference"><a href="#cite_note-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Tagebücher wurden von <a href="Martin_Gregor-Dellin" title="Martin Gregor-Dellin">Martin Gregor-Dellin</a> und <a href="Dietrich_Mack_(Dramaturg)" title="Dietrich Mack (Dramaturg)">Dietrich Mack</a> 1976 vollständig übertragen und herausgegeben.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Ehrungen">Ehrungen</h2></div>
<ul><li>Der 1907 entdeckte <a href="(644)_Cosima" title="(644) Cosima">Asteroid Cosima</a> wurde nach ihr benannt.</li>
<li>1910 erhielt sie als eine der ersten Frauen die <a href="Ehrendoktor" title="Ehrendoktor">Ehrendoktorwürde</a> der <a href="Humboldt-Universit%C3%A4t_zu_Berlin" title="Humboldt-Universität zu Berlin">Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin</a> (der heutigen Humboldt-Universität).<sup id="cite_ref-26" class="reference"><a href="#cite_note-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-27" class="reference"><a href="#cite_note-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>1911 wurde ihr von der Stadt <a href="Bayreuth" title="Bayreuth">Bayreuth</a> die <a href="Liste_der_Ehrenb%C3%BCrger_von_Bayreuth" title="Liste der Ehrenbürger von Bayreuth">Ehrenbürgerwürde</a> verliehen.</li>
<li>1927 wurde in Bayreuth anlässlich ihres 90. Geburtstags die Hofgartenstraße in Cosima-Wagner-Straße umbenannt.<sup id="cite_ref-28" class="reference"><a href="#cite_note-28"><span class="cite-bracket">[</span>28<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>1935 wurde in <a href="Berlin-Friedenau" title="Berlin-Friedenau">Berlin-Friedenau</a> der damalige Wagnerplatz in Cosimaplatz umbenannt.<sup id="cite_ref-29" class="reference"><a href="#cite_note-29"><span class="cite-bracket">[</span>29<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>In <a href="Raiding" title="Raiding">Raiding</a>, dem Geburtsort ihres Vaters <a href="Franz_Liszt" title="Franz Liszt">Franz Liszt</a>, wurde eine Siedlung nach ihr benannt.<sup id="cite_ref-30" class="reference"><a href="#cite_note-30"><span class="cite-bracket">[</span>30<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>Im Juni 2012 wurde eine neu gebaute Wohnanlage in <a href="Bayreuth" title="Bayreuth">Bayreuth</a> nach ihr benannt. Der „Cosima-Park“ liegt unweit des Festspielhauses.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Familie_Richard_Wagners" title="Familie Richard Wagners">Familie Richard Wagners</a></li>
<li><a href="Bayreuther_Kanon" title="Bayreuther Kanon">Bayreuther Kanon</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Quellen">Quellen</h3></div>
<ul><li>Martin Gregor-Dellin, Dietrich Mack (Hrsg.), Cosima Wagner: <i>Die Tagebücher.</i> 2 Bände. Piper, München 1976–1978, ISBN 3-492-02199-9.</li>
<li>Dietrich Mack (Hrsg.): <i>Cosima Wagner. Das zweite Leben: Briefe und Aufzeichnungen 1883–1930.</i> Piper, München 1980, ISBN 3-492-02472-6.</li>
<li>Dieter Steil: <i>»… unsere Kunst ist eine Religion …« Der Briefwechsel Cosima Wagner – Hermann Levi.</i> (= Sammlung musikwissenschaftlicher Abhandlungen 101), Baden-Baden: Koerner 2018, ISBN 978-3-87320-601-4 <a rel="nofollow" class="external autonumber" href="http://koernerverlag.de/nichtbibliographische/etudes.html">[1]</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Sekundärliteratur"><span id="Sekund.C3.A4rliteratur"></span>Sekundärliteratur</h3></div>
<ul><li>Franz W. Beidler:
<ul><li><i>Cosima Wagner-Liszt – der Weg zum Wagner-Mythos: ausgewählte Schriften des ersten Wagner-Enkels und sein unveröffentlichter Briefwechsel mit Thomas Mann</i>. Pendragon, Bielefeld 1997, ISBN 3-923306-86-5.</li>
<li><i>Cosima Wagner: ein Porträt. Richard Wagners erster Enkel: Ausgewählte Schriften und Briefwechsel mit Thomas Mann</i>. Königshausen & Neumann, Würzburg 2011, ISBN 978-3-8260-4440-3.</li></ul></li>
<li>Sven Friedrich: <cite style="font-style:italic">Wagner, Cosima</cite>. In: <cite style="font-style:italic"><a href="Neue_Deutsche_Biographie" title="Neue Deutsche Biographie">Neue Deutsche Biographie</a></cite>. (NDB). <span style="white-space:nowrap">Band<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>27</span>. Duncker & Humblot, Berlin 2020, ISBN 978-3-428-11208-1, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>215–217</span> (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.deutsche-biographie.de/gnd118628232.html#ndbcontent">deutsche-biographie.de</a>).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Cosima+Wagner&rft.atitle=Wagner%2C+Cosima&rft.au=Sven+Friedrich&rft.btitle=Neue+Deutsche+Biographie&rft.date=2020&rft.genre=book&rft.isbn=9783428112081&rft.pages=215-217&rft.place=Berlin&rft.pub=Duncker+%26+Humblot&rft.volume=27" style="display:none"> </span></li>
<li>Françoise Giroud: <i>Cosima Wagner.</i> dtv, München 1998, ISBN 3-423-24133-0.</li>
<li>Maren Goltz, Hertha Müller: <i>»Königin und Täubchen«. Die Briefe von Cosima Wagner an Ellen Franz / Helene von Heldburg.</i> <a href="Allitera_Verlag" title="Allitera Verlag">Allitera Verlag</a>, München 2014, ISBN 978-3-86906-507-6.</li>
<li><a href="Oliver_Hilmes" title="Oliver Hilmes">Oliver Hilmes</a>: <i>Herrin des Hügels.</i> Siedler, München 2007, ISBN 978-3-88680-836-6.</li>
<li>Oliver Hilmes: <i>Cosimas Kinder.</i> Siedler, München 2009, ISBN 978-3-88680-899-1.</li>
<li>Michael Karbaum (Hrsg.): <i>Studien zur Geschichte der Bayreuther Festspiele (1876–1976).</i> Bosse, Regensburg 1976, ISBN 3-7649-2060-2.</li>
<li>George R. Marek: <i>Cosima Wagner.</i> 3. Auflage. Hestia, Bayreuth 1983, ISBN 3-7770-0234-8.</li>
<li><a href="Richard_Du_Moulin-Eckart" title="Richard Du Moulin-Eckart">Richard Du Moulin-Eckart</a>: <i>Cosima Wagner. Ein Lebensbild zu ihrem 80. Geburtstage</i>, Bayreuth: Gießel 1918.</li>
<li>Claudia Graciela Petersen: <i>An die 'Theuerste Nichte'. Cosima Wagner im Spiegel ihrer Korrespondenz mit der Hamburger Bürgermeistertochter Antonie Petersen</i>. Leipziger Universitätsverlag, Leipzig 2020, ISBN 978-3-96023-358-9.</li>
<li><a href="Sabine_Zurm%C3%BChl" title="Sabine Zurmühl">Sabine Zurmühl</a>: <i>Cosima Wagner. Ein widersprüchliches Leben.</i> Böhlau, Wien 2022, ISBN 978-3-205-21501-1.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Cosima_Wagner?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Cosima Wagner</a></span></b> – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&query=118628232">Literatur von und über Cosima Wagner</a> im Katalog der <a href="Deutsche_Nationalbibliothek" title="Deutsche Nationalbibliothek">Deutschen Nationalbibliothek</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.fembio.org/biographie.php/frau/biographie/cosima-wagner/"><i>Cosima Wagner.</i></a> In: <i>FemBio.</i> (Mit Zitaten, Links und Literaturangaben)</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://purl.org/pressemappe20/folder/pe/017915">Zeitungsartikel über Cosima Wagner</a> in den <a href="Pressearchiv_20._Jahrhundert" title="Pressearchiv 20. Jahrhundert">Historischen Pressearchiven</a> der <a href="ZBW_%E2%80%93_Leibniz-Informationszentrum_Wirtschaft" title="ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft">ZBW</a></li>
<li>Eva Rieger: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://mugi.hfmt-hamburg.de/artikel/Cosima_Wagner.html">Artikel „Cosima Wagner“</a>. In: <i>MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen</i>, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 25. April 2018</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<div class="mw-references-wrap mw-references-columns"><ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Ernst Burger: <i><a rel="nofollow" class="external text" href="http://books.google.de/books?ei=-EIETvmqNorGswbcvszDDA&ct=result&id=A4QgAQAAMAAJ&dq=Cosima+Francesca+Gaetana+wagner&q=Cosima+Francesca+Gaetana">Franz Liszt: eine Lebenschronik in Bildern und Dokumenten.</a></i> Google Books.</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Sabine Zurmühl: <cite style="font-style:italic">Cosima Wagner</cite>. 1. Auflage. Böhlau, Wien/köln 2022, ISBN 978-3-205-21501-1, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>53</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Cosima+Wagner&rft.au=Sabine+Zurm%C3%BChl&rft.btitle=Cosima+Wagner&rft.date=2022&rft.edition=1&rft.genre=book&rft.isbn=9783205215011&rft.pages=53&rft.place=Wien%2Fk%C3%B6ln&rft.pub=B%C3%B6hlau" style="display:none"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-:0-3"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-:0_3-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:0_3-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Sabine Zurmühl: <cite style="font-style:italic">Cosima Wagner</cite>. <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>51–52</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Cosima+Wagner&rft.au=Sabine+Zurm%C3%BChl&rft.btitle=Cosima+Wagner&rft.genre=book&rft.pages=51-52" style="display:none"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text">Sabine Zurmühl: <cite style="font-style:italic">Cosima Wagner</cite>. <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>79</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Cosima+Wagner&rft.au=Sabine+Zurm%C3%BChl&rft.btitle=Cosima+Wagner&rft.genre=book&rft.pages=79" style="display:none"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text">Helge Dvorak: <i>Biografisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft.</i> Band I: Politiker, Teilband 1: A–E. Heidelberg 1996, S. 209.</span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Bernd_Mayer_(Journalist)" title="Bernd Mayer (Journalist)">Bernd Mayer</a>: <cite style="font-style:italic">Bayreuth wie es war. Blitzlichter aus der Stadtgeschichte 1850–1950</cite>. 2. Auflage. Gondrom, Bayreuth 1981, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>41</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Cosima+Wagner&rft.au=Bernd+Mayer&rft.btitle=Bayreuth+wie+es+war.+Blitzlichter+aus+der+Stadtgeschichte+1850-1950&rft.date=1981&rft.edition=2.&rft.genre=book&rft.pages=41&rft.place=Bayreuth&rft.pub=Gondrom" style="display:none"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Ernst_Klee" title="Ernst Klee">Ernst Klee</a>: <i>Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945.</i> Fischer, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-10-039326-5, S. 636.</span>
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<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text">Bernd Mayer: <i>Wo jeder Zehnte einen Stuhl besaß</i>. In: <i>Heimatkurier des Nordbayerischen Kuriers</i>, 3/2004, S. 15.</span>
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<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text">Sabine Zurmühl: <cite style="font-style:italic">Cosima Wagner</cite>. <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>232</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Cosima+Wagner&rft.au=Sabine+Zurm%C3%BChl&rft.btitle=Cosima+Wagner&rft.genre=book&rft.pages=232" style="display:none"> </span></span>
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<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text">Sabine Zurmühl: <cite style="font-style:italic">Cosima Wagner</cite>. <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>236</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Cosima+Wagner&rft.au=Sabine+Zurm%C3%BChl&rft.btitle=Cosima+Wagner&rft.genre=book&rft.pages=236" style="display:none"> </span></span>
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<li id="cite_note-11"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-11">↑</a></span> <span class="reference-text">Sabine Zurmühl: <cite style="font-style:italic">Cosima Wagner</cite>. <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>237</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Cosima+Wagner&rft.au=Sabine+Zurm%C3%BChl&rft.btitle=Cosima+Wagner&rft.genre=book&rft.pages=237" style="display:none"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-:1-12"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-:1_12-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:1_12-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Sabine Zurmühl: <cite style="font-style:italic">Cosima Wagner</cite>. <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>240</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Cosima+Wagner&rft.au=Sabine+Zurm%C3%BChl&rft.btitle=Cosima+Wagner&rft.genre=book&rft.pages=240" style="display:none"> </span></span>
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</li>
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